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Nur bei regelmäßigem Verzehr zeigt sich ein Effekt

Wie wirken Probiotika auf die Gesundheit?


Probiotische Milchprodukte können die Darmflora positiv beeinflussen und das Immunsystem anregen.

Probiotische Milchprodukte haben verschiedene Wirkungen auf die Gesundheit. Manche sind inzwischen gut belegt, andere sind noch nicht endgültig erforscht und werden daher bislang nur vermutet.
 
Probiotika-Fläschchen
Foto: © ange_lf - Fotolia.com 

Erwiesen ist inzwischen, dass probiotische Milchsäurebakterien
  • sich vorübergehend im Darm ansiedeln.
  • die Häufigkeit und Dauer von Durchfallerkrankungen verringern.
  • bei Erwachsenen nach der Einnahme von Antibiotika die Häufigkeit von Durchfallerkrankungen reduzieren.
  • einzelne Funktionen des Immunsystems beeinflussen.
  • Enzymaktivitäten in der Darmflora positiv beeinflussen.


Vermutet
wird, dass Probiotika

  • die Verdauung regulieren, zum Beispiel bei chronischer Verstopfung.
  • Säuglinge vor Allergien schützen, wenn Frauen in der Schwangerschaft und während der Stillzeit Probiotika einnehmen.
  • die antibiotische Therapie gegen den Erreger der Magenschleimhaut-Entzündung Helicobacter pylori unterstützen.
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen günstig beeinflussen.


Probiotika und ihre Grenzen


junger Mann isst Jogurt
Foto: © Dušan Zidar - Fotolia.com 
Es ist sehr schwer, verlässliche Aussagen über die Wirkungen der probiotischen Milchsäurebakterien im Darm zu machen, da die Vorgänge im Darm nicht direkt untersucht werden können. Bei bestimmten Erkrankungen liegen mittlerweile einige Ergebnisse von Untersuchungen mit Patienten vor. Zudem wirken die Produkte möglicherweise bei jedem Einzelnen verschieden, da die Darmflora individuell zusammengesetzt ist. Daher gilt: Am besten selbst ausprobieren, ob einem ein bestimmtes Produkt gut tut. Probiotika können sich jedoch nicht dauerhaft im Darm ansiedeln. Daher ist eine regelmäßige, meist tägliche Zufuhr notwendig, um die positiven Wirkungen zu erzielen.  

Tipp bei Milchzuckerunverträglichkeit

Personen mit einer Milchzuckerunverträglichkeit (Laktose-Intoleranz) vertragen herkömmliche Sauermilchprodukte oft besser als probiotische. Ursache hierfür ist das Enzym Laktase, das im Magen und Dünndarm von den Milchsäurebakterien freigesetzt wird und den Milchzucker abbaut. Zum einen enthalten einige probiotische Bakterien weniger Laktase, zum anderen setzen sie nur wenig der Laktase im Dünndarm frei. Auch hier gilt: Betroffene sollten am besten die verschiedenen Produkte in kleinen Mengen auf ihre Verträglichkeit testen. Wenn Sie Probiotika allerdings gut vertragen, können sie möglicherweise die Symptome der Milchzuckerunverträglichkeit lindern.

Fazit: Die Aufnahme von Probiotika kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn die Darmflora durch eine Infektion oder durch eine medizinische Therapie, zum Beispiel bei Einnahme von Antibiotika, gestört ist. Säuglinge können sie vermutlich vor Allergien und Kleinkinder vor Infektionserkrankungen schützen. Auf der anderen Seite sollte man keine Wunder erwarten. Probiotika können nur dann günstig wirken, wenn die Ernährung insgesamt vollwertig ist. Außerdem müssen sie regelmäßig gegessen werden, laut Herstellerangaben einmal täglich eine Portion.

Übrigens, auch herkömmliche Sauermilchprodukte haben nachgewiesenermaßen eine positive Wirkung auf  die Gesundheit und sind in der Regel kostengünstiger.


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Stand: 12.12.2008
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