Tee
Tee ist ein Aufgussgetränk, das ausschließlich aus Blättern, Blattknospen und zarten Stielen des Teestrauches Camellia sinensis aus der Familie der Teegewächse (Theaceen) stammt, so lautet die Begriffsbestimmung in den Leitsätzen für Tee. Je nach Art des Behandlungsverfahrens erhält man zum Beispiel:
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Schwarzen Tee
- Grünen Tee oder
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Oolong Tee.
Für so genannten weißen Tee gibt es keine einheitliche Definition nach den Leitsätzen. Dieser Tee wird sehr sorgfältig verarbeitet und gilt daher als besonders edel.
Im Handel wird Tee unterschieden nach:
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Anbaugebieten, zum Beispiel Darjeeling-Tee oder Assam-Tee
- Blattgröße, zum Beispiel Blatt-Tee oder Broken-Tee
Darüber hinaus umfasst das Angebot:
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Teemischungen
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aromatisierte Tees
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Instant-Tees/Tee-Extrakte
Teeähnliche Erzeugnisse sind Pflanzenteile, die nicht vom Teestrauch stammen, aber dazu bestimmt sind, auf gleiche Art wie Tee verwendet zu werden. Dazu zählen zum Beispiel:
- Pfefferminztee
- Kamillentee
- Rooibostee
- Früchtetee
- Mate-Tee
Arzneitees sind Teezubereitungen aus einer oder mehreren Heilpflanzen in arzneilich wirksamer Dosierung. Es handelt sich rechtlich um Arzneimittel, die nach Arzneimittelgesetz ein Zulassungsverfahren durchlaufen müssen. Pharmazeutisch betrachtet ist ein Arzneitee ein wässriger Extrakt aus Pflanzenteilen, beispielsweise Kraut, Blätter, Wurzeln oder Blüten, wobei die Wirkstoffe in feinster Dosierung im Wasser gelöst sind.
Anbaugebiete
Tee wird nach dem Ursprungsland/Anbaugebiet in verschiedene Sorten eingeteilt. Der Anbau erfolgt zum Beispiel in Indien mit den Anbaugebieten Darjeeling, Assam, Dooars, Nilgiri; Indonesien mit Anbau auf Java und Sumatra; Ceylon, China, Taiwan, Vietnam, Japan, Nepal, GUS-Staaten, Kenia, Uganda, Mocambique, Tansania, sowie der Türkei. Die bedeutendsten Anbaugebiete sind:
- Darjeeling ist ein Anbaugebiet in Nordindien auf bis zu 3.000 Meter Höhe. Dieser Tee hat ein ausgeprägtes Aroma und gehört zu den qualitativ besten Teesorten. Darjeeling First Flush, der erster Trieb nach den Wintermonaten, hat einen zarten duftigen Geschmack und ist hell in der Tasse. Darjeeling Second Flush, zweiter Trieb, ist würzig und kräftig und hat eine etwas dunklere Färbung.
- Assam ist eine Provinz in Nordindien. Es ist das flächenmäßig größte Anbaugebiet der Welt. Von dort kommen kräftige, besonders würzige Tees. Sie können auch mit härterem Wasser aufgegossen werden.
- Ceylon –Tees aus diesem Anbaugebiet haben einen angenehm herben Geschmack.
- Kenia – Tees aus diesem Ursprungsland haben einen leicht zitronenartigen, kräftigen Geschmack.
- China – Tees aus diesem Ursprungsland zeichnen sich durch ihr zartes Aroma aus.
Teesorten nach Blattgröße
Nach dem Trocknen (siehe auch: Schwarzer Tee) wird der Tee durch mechanisches Aussieben in vier Blattgrößen (Blattgrade) unterteilt:
- Blatt-Tee – ganze Blätter; mit Ausnahme von Darjeeling Tees spielen die Blatt-Tees heute praktisch keine Rolle mehr (1 bis 2 Prozent der Produktion)
- Broken-Tee – kleinblättrig, der Aufguss ist intensiver als bei Blatt-Tees; 97 bis 98 Prozent der Teeproduktion
- Fannings – feine Teeteilchen, sehr ergiebig; ausschließlich für Aufgussbeutel
- Dust – kleinste Sortierung, die bei der Aussiebung anfällt, besonders stark färbender Aufguss; ausschließlich für Aufgussbeutel
Der Anteil der Aufgussbeutel am gesamten Teeverbrauch wird auf circa 80 Prozent geschätzt.
Je nachdem, welche Teile der Teepflanze verarbeitet werden, unterscheidet man innerhalb der Blatt- und Broken-Tees noch weitere Sortierungen. Dazu zählen zum Beispiel:
- Flowery Orange Pekoe – Diese Sortierung enthält die jungen Blätter und viele Knospen und gilt als feinste und aromatischste. Insbesondere bei den Darjeeling-Tees gibt es noch Zusätze, wie „Special“, „Finest“, „Golden“.
- Orange Pekoe – Tee der zweitbesten Qualität. Neben der Blattknospe wird das nächste zarte Blatt gepflückt und verarbeitet.
- Pekoe – Das Wort bezeichnet die noch zarten, jungen Blätter der Teepflanze und bedeutet „weißer Flaum“ (aus dem Chinesischen).
- Tippy – Dieser Zusatz bezeichnet die hellen Blattspitzen junger, zarter Teeblätter, die sich beim Aufgießen nicht so dunkel färben.
- Einwurf – Hier werden die Stängel oder das Teeholz mitverarbeitet.
Gesa Maschkowski, Heike Krull