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Expertenforum: Gesund essen ab 50    «zurück

Frage von karo am 28.04.2005 19:46 Uhr

Spargel und Spinat bei purinarmer Kost

Aus welchem Grund sollte man bei der purinarmen Kost auf Spargel und Spinat verzichten?

Expertenantwort von Maike Groeneveld am 06.05.2005 12:17 Uhr

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Harnsäure entsteht im Körper aus sogenannten Purinen. Purine sind vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Innereien, Meeresfrüchten, Haut von Geflügel oder Fischen enthalten. Aber auch einige pflanzliche Lebensmittel, wie Spinat und Spargel enthalten Purine. Die Gehalte in diesen Gemüsearten sind allerdings relativ gering. Spinat enthält 57 mg Gesamt-Purine pro 100 g (bzw. 171 mg Harnsäure pro 100 g) und Spargel 23 mg Gesamt-Purine pro 100 g(bzw. 69 mg Harnsäure pro 100 g). Spargel können Sie also durchaus essen. Ob Sie Spinat essen können, richtet sich nach der Form Ihrer verordneten Diät. Bei einer streng purinarmen Kost mit maximal 300 mg Gesamtpurin/Tag sollten Sie besser darauf verzichten. Bei einer weniger strenger purinarmen Kost (max. 500 mg Gesamtpurine pro Tag) können Sie davon gelegentlich eine kleine Menge genießen.

Bei einer purinarmen Kost können Sie die meisten Gemüsearten, Obst und Milchprodukte ohne Bedenken essen. Gemieden werden sollten u. a. Innereien, Meeresfrüchte und größere Mengen Alkohol (vor allem kein Bier).

Achten Sie auch darauf, immer ausreichend zu trinken, damit die Harnsäure ausgeschieden werden kann. Empfehlenswerte Getränke sind Trink- und Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees und Fruchtsaftschorlen. Hydrogencarbonathaltige Mineral- und Heilwässer können die Harnsäureausscheidung anregen.

Informationen zu Heilwasser finden Sie hier

Eine Liste mit dem Harnsäuregehalt verschiedener Lebensmittel finden Sie

hier

Bei einem erhöhten Harnsäurespiegel ist es empfehlenswert, sich persönlich durch eine Ernährungsberatungsfachkraft vor Ort beraten zu lassen. Adressen von qualifizierten Ernährungsberatern finden Sie hier

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Maike Groeneveld, Diplom-Ernährungswissenschaftlerin

Stichworte: Harnsaeure, Hyperurikämie



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