In manchen Lebensphasen benötigt der Körper mehr Nährstoffe. Dies gilt auch für verschiedene Personengruppen. Wer seine Ernährung ergänzen sollte, lässt sich allerdings so pauschal nicht sagen! Wenn Sie Zweifel haben, ob Ihre Ernährung ausgewogen ist, lassen Sie sich am besten von einer Ernährungsfachkraft beraten. Anhand eines Blutbildes kann der Arzt dann überprüfen, ob bei Ihnen ein Nährstoffdefizit vorliegt. Bei folgenden Personengruppen besteht ein erhöhter Nährstoffbedarf beziehungsweise ist die Versorgung möglicherweise nicht gesichert:
Schwangere und Stillende

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Obwohl der Energiebedarf nur geringfügig ansteigt, brauchen Schwangere und Stillende mehr Vitamine und Mineralstoffe - zum Teil sogar die doppelte Menge. Eine Ernährung mit hoher Nährstoffdichte ist also erforderlich und über die normale Ernährung zu erreichen, wenn sorgfältig ausgewählt wird. Ausnahmen sind Eisen, Jod und Folsäure. In der Praxis erreichen viele Schwangere und Stillende die empfohlenen Werte nicht. Um die Gesundheit von Mutter und Kind nicht zu gefährden, kann in diesen Fällen die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln oder angereicherten Lebensmitteln helfen. Bei Mehrlingsschwangerschaften und bei kurz aufeinander folgenden Schwangerschaften ist eine völlige Erschöpfung der Vitaminreserven häufig nur durch den gezielten Einsatz von Präparaten zu vermeiden.
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Kinder und Jugendliche
Kinder und Jugendliche brauchen während des Wachstums im Verhältnis zum Kalorienbedarf mehr Nährstoffe als Erwachsene. Diesen Mehrbedarf können sie mit einer optimierten Mischkost abdecken. Probleme mit der Nährstoffversorgung treten bei Kindern und Jugendlichen in der Regel dann auf, wenn sie zu wenig und/oder zu einseitig essen, zum Beispiel kein oder nur wenig Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren, Milch und Milchprodukte oder keinen oder nur wenig Appetit ("
schlechte Esser") haben.
Leistungssportler
Wer Breitensport betreibt, hat keinen nennenswert höheren Bedarf an Energie und Nährstoffen. Den Eiweiß-, Vitamin- und Mineralstoffbedarf können sportlich Aktive ohne weiteres über die normale Ernährung abdecken. Extreme sportliche Betätigungen hingegen können zu einem gesteigerten Energie- und Nährstoffbedarf führen, der nicht immer über die übliche Ernährung gedeckt werden kann. Kritisch sind hier insbesondere die Vitamine der B-Gruppe sowie die Mineralstoffe Jod, Zink und zum Teil Eisen, da diese über den Schweiß verloren gehen. Als Leistungssport wird eine sportliche Aktivität angesehen, die mindestens mit einem zusätzlichen Energieverbrauch von etwa 2.000 kcal pro Woche verbunden ist.
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Die bei manchen Sportarten, wie rhythmische Sportgymnastik, beim Turnen oder auch im Langstreckenlauf, üblichen energiearmen Diäten können bei den betroffenen Sportlern zu diversen Beschwerden führen, wenn sie gleichzeitig nährstoffarm sind. Hier ist eine Ergänzung zum Ausgleich der Nährstoffmängel erforderlich.
Mehr Infos zur Nahrungsergänzung bei Kraftsportlern finden Sie in unserem Beitrag "
Muskelmasse aus der Dose".
Senioren
Bei "jüngeren Senioren", die gerade erst aus dem Erwerbsleben ausgeschieden und noch rüstig sind, gibt es in der Regel keine anderen Ernährungsprobleme als bei jüngeren Erwachsenen. Anders ist die Situation bei älteren und hoch betagten Menschen. Viele essen sehr einseitig und nehmen täglich nur noch 1.000 bis 1.500 Kilokalorien zu sich. Manchen bereitet das Einkaufen, die Zubereitung oder auch das Kauen Probleme. Manchmal fehlt es an
Appetit oder der Gesellschaft beim Essen. Durch
Krankheiten und Medikamenteneinnahme kann die Aufnahme von Nährstoffen zusätzlich vermindert sein. Besonders kritisch ist hier das Vitamin B
12, das bei Älteren häufig nur schlecht vom Körper aufgenommen wird. Dann kann die Einnahme von Präparaten sinnvoll sein.
Chronisch Kranke

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Chronische Erkrankungen gehen häufig mit Nährstoffdefiziten einher, die mit der üblichen Ernährung nicht aufgefangen werden können. Dazu zählen Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Chronische Dialyse ("Blutwäsche"), Krebserkrankungen, Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, rheumatische Erkrankungen, Lebererkrankungen und chronischer Alkoholmissbrauch. In diesen Fällen gehört die gezielte Nahrungsergänzung in die Hand des Arztes!
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Personen, die einseitig essen
Ob aus gesundheitlichen, ethischen oder sonstigen Gründen: Immer dann, wenn die Ernährung von der üblichen Kost erheblich abweicht, kann eine Unterversorgung auftreten. Vorsicht ist zum Beispiel geboten bei
Schlankheitskuren! Wer für längere Zeit seine Portionen stark verkleinert, senkt häufig die Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen. Eine Unterversorgung oder gar ein Mangel kann die Folge sein.
Wenn die Energiezufuhr stark reduziert wird, können Nahrungsergänzungsmittel vorübergehend die Versorgung unterstützen. Bei einer durchschnittlichen Energieaufnahme von 1.000 bis 1.500 Kilokalorien pro Tag kann eine ausreichende Nährstoffbedarfsdeckung nur durch eine sehr gezielte Lebensmittelauswahl oder den Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln erreicht werden.
Veganer (strenge Vegetarier, die auf Fleisch, Fisch, Eier und Milch verzichten) müssen ihre Kost besonders sorgfältig zusammenstellen. Kritisch sind die Vitamine D, B12, B2, B6, Calcium, Eisen, Zink und Jod. Problematisch ist vor allem die vegane Ernährung bei Kleinkindern. Im Einzelfall kann eine Ergänzung sinnvoll sein.
Autor: aid infodienst