Dill
Anethum graveolens L.
Synonyme
Dillfenchel, Dyl, Hochkraut, Gurkenkraut, Kümmerlingskraut
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Geschichte
Der aus Südeuropa und Vorderasien stammende Dill ist eine uralte Küchen- und Arzneipflanze, die schon von den alten Römern und Griechen genutzt wurde.
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Besonderheiten
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Dill ist eine einjährige Pflanze, die bis zu 1,5 m hoch wird. Als Gewürz werden vor allem die ganz jungen Sprosse ("Dillkraut") oder Sprossspitzen ("Dillspitzen") seltener auch die Samen genutzt. Alle Pflanzenteile enthalten ätherische Öle, was der Pflanze ihr charakteristisches Aroma verleiht.
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Standortbedingungen
Dill wächst auf fast allen Gartenböden. Auf stauende Nässe sowie Bodenverdichtungen reagiert er jedoch sehr empfindlich. Sonnige, gut feuchte und windgeschützte Lagen werden bevorzugt.
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Foto: BLE, Thomas Stephan
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Fruchtfolge und Mischkultur
Da Dill mit sich selbst und anderen Doldenblütlern (z. B. Möhre, Sellerie, Petersilie) unverträglich ist, sollte eine Anbaupause von mindestens 3 Jahren eingehalten werden. Dill eignet sich besonders gut für die Mischkultur mit Möhren, Zwiebeln und Dicken Bohnen aber auch mit vielen anderen Kulturen. Aufgrund seines charakteristischen Geruchs hält er viele Schädlinge ab.
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Direktsaat
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Ab Mitte April bis Mitte August (satzweise in Abständen von 3 - 4 Wochen)
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Abstand
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25 x 8 cm
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Saatgutbedarf
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3 - 4 g/m2
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Düngung
Verhaltene Düngung, am besten mit Kompost. Dill ist besonders phosphorbedürftig.
Pflege
Keinen besonderen Pflegemaßnahmen erforderlich.
Schädlinge und Krankheiten
Blattläuse, Nematoden, Fusarium-Welke, Wurzelfäule (bei zu feuchten Böden).
Ernte und Lagerung
Ab einer Höhe von 20 cm kann das frische Kraut geerntet werden. Zum Haltbarmachen wird das Kraut getrocknet.
Jörg Planer, Alfter