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PFEFFERMINZE

Mentha piperita


Synonyme

Minze, Krauseminze, Katzenkraut, Edelminze, Flachskraut, Hirschminze, Englische Minze, Teeminze, Braunheiligenkraut, Flohkraut


Geschichte

Zahlreiche wilde Pfefferminzarten wie die Ackerminze oder die Bachminze sind in Europa beheimatet, doch nur die Edelminze (Mentha piperita) wird als Kulturpflanze angebaut. Diese soll gegen Ende des 17. Jahrhunderts als Bastard aus einer Kreuzung von Krauseminze und Bachminze in England entstanden sein.  

Pfefferminzpflanze auf dem Beet
Foto: Jörg Planer, Alfter 


Besonderheiten

Pfefferminze dürfte jedem vor allem als Tee bekannt sein. Darüber hinaus hat das Kraut heilkräftige Wirkstoffe, die vor allem wohltuende Wirkung auf den Magen-Darmbereich haben. Vermehrt wird die Pfefferminze meist über unterirdische Ausläufer, die durch den ganzen Garten "wandern" können und die Minze schnell zu einem "Unkraut" werden lassen.


Standortbedingungen

Der Boden für die Pfefferminze muss tiefgründig, humusreich und genügend feucht sein. Sie liebt leicht schattige, warme Standorte zum Beispiel unter Bäumen oder vor Sträuchern. Um das Wachstum der schnell wachsenden Wurzelausläufer einzudämmen, kann man die Pflanzen in Kübeln ober- oder unterirdisch einpflanzen. Der Boden des Pflanzkübels sollte dann entfern und so tief eingegraben werden, dass der Rand etwa 5 cm aus dem Boden ragt.


Fruchtfolge und Mischkultur

Gute Mischkulturpartner für Pfefferminze sind unter anderem Brennnesseln, Kartoffeln, Salat, Kohl oder Tomaten. Um Krankheiten vorzubeugen, sollte man die Pflanzen nach etwa vier bis fünf Jahren auf ein neues Beet pflanzen.

Vermehrung  Durch Teilung der Pflanzen oder über Ausläufer im April/Mai oder September/Oktober; Jungpflanzen sind auch im Handel erhältlich 
Pflanzabstand etwa 10 cm x 10 cm 
Pflanztiefe  Ausläuferstücke ca. 5 cm tief in den Boden eingraben (gut wässern) 


Düngung

Vor der Pflanzung etwas Kompost in den Boden einarbeiten. Zu viel Stickstoff wirkt hemmend auf das Aroma.


Pflege

Pfefferminze sollte nach der Pflanzung gut feucht gehalten werden. Eine Kompostdecke hilft, das Erdreich gleichmäßig feucht und locker zu halten. Vor dem Frost empfiehlt es sich, die Pflanzen mit etwas Erde anzuhäufeln oder mit Tannengrün und Kompost abzudecken.


Schädlinge und Krankheiten

Erdflöhe, Pfefferminzrost


Ernte und Lagerung

Junge Pfefferminzblätter, Aufsicht auf eine Pflanze
Foto: Jörg Planer, Alfter 
Kurz vor der Blüte ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten. Daher sollte man spätestens ernten, sobald sich die ersten Blütenknospen zeigen - am besten in den frühen Morgenstunden, denn der Gehalt an ätherischem Öl nimmt zum Abend hin ab. Zur Ernte schneidet man die Stängel samt Blättern kurz über dem Boden ab und hängt sie zu Büscheln gebunden zum Trocknen auf. Im ersten Jahr kann man ein- bis zweimal schneiden, im zweiten und dritten Jahr zwei- bis dreimal. Danach lässt der Ertrag merklich nach.  


Jörg Planer, Alfter
Artikel erstellt: 31.07.2007
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