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Tipps zu den häufigsten Lebensmittel-Allergien

Was kann man bei bestimmten Lebensmittel-Allergien tun?


Letztlich hilft bei einer Allergie, das auslösende Lebensmittel zu meiden. Doch das ist oft gar nicht so einfach. Einige Tipps zu den häufigsten Lebensmittel-Allergien helfen Ihnen im Alltag.

Kuhmilch

Die wichtigsten Allergene in der Kuhmilch sind Kasein und die Molkeneiweiße (besonders Beta-Laktoglobulin). Bei starker Empfindlichkeit sollten Kuhmilch und Kuhlmilchprodukte konsequent gemieden werden. Dabei sollten Sie beachten: Eine Vielzahl von Fertigprodukten enthalten Zusätze aus Kuhmilcheiweiß. Begriffe wie Molke, Kasein, Magermilchpulver oder Rahm im Zutatenverzeichnis deuten darauf hin. Bei geringer oder mittelgradiger Sensibilisierung werden Käse, Jogurt oder gekochte Milchprodukte häufig vertragen. Das ist jedoch individuell verschieden.


Tipps für Säuglinge mit eventueller Kuhmilchallergie

  • Vorbeugend Stillen - möglichst bis zum Ende des 6. Monats.
  • Ernähren Sie danach Ihr Baby kuhmilchfrei, zum Beispiel mit Produkten auf Eiweißhydrolysat- oder Soja-Basis. Diese Nahrung erhalten Sie überall dort, wo Baby-Nahrung angeboten wird. Achtung: Liegt bereits eine Kuhmilchallergie vor, dann muss auf eine besondere Milchnahrung zurückgegriffen werden, die in der Apotheke erhältlich ist (stark hydrolisierte Nahrung). Kontrollieren Sie das Zutatenverzeichnis von Gläschenkost darauf hin, ob das Produkt kuhmilchfrei ist.

Hühnerei


Die Allergie besteht meistens auf das Eiweiß (Eiklar). Je nach Grad der Sensibilisierung werden manchmal Eigelb, gekochtes Ei oder Ei in verarbeiteten Lebensmitteln vertragen. Im Zutatenverzeichnis weisen die Begriffe tierisches Eiweiß, Fremdprotein, Flüssigei, Trockeneiweiß, Lezithin und anderes auf den Zusatz von Hühnerei hin.


Tipps für den Ei-Ersatz

  • Ein Teelöffel Agar-Agar in Wasser aufgelöst ersetzt ein Ei im Pudding.
  • Beim Backen ersetzen zwei Esslöffel Wasser, ein Esslöffel Pflanzenöl und ein halber Teelöffel Backpulver ein Ei.
  • Vorgefertigte Ei-Ersatzprodukte sind eine praktische Alternative, vorausgesetzt, es liegt keine Soja-Allergie vor.

Apfel und anderes Obst


Obstallergien äußern sich meist im Mund-Rachenraum. Oft handelt es sich um eine Kreuzallergie gegen Birkenpollen sowie Stein- und Kernobst. Äpfel - roh und ungeschält gegessen - werden dann selten vertragen. Pfirsiche, Kirschen, Pflaumen und Aprikosen können ebenfalls allergen sein. Im Kommen sind Allergien gegen exotische Früchte wie Kiwi, Mango, Litschi oder Maracuja, die ebenfalls Kreuzreaktionen mit Birkenpollen zeigen.


Tipps für Apfelallergiker

  • Senken Sie den Allergengehalt durch Verarbeiten der Lebensmittel wie schälen, klein schneiden und kurze Zeit an der Luft stehen lassen.
  • Wählen Sie allergenarme Sorten wie Boskoop, Jamba und Gloster aus.
  • Als Kompott, Bratapfel, Saft, Gelee oder im Kuchen sind Äpfel meist verträglich.

Nüsse


Vor allem Birkenpollenallergiker haben oder entwickeln gleichzeitig eine Allergie gegen Haselnüsse (Kreuzallergie). Sie kann sich durch Kratzen im Hals, als Juckreiz bis hin zur Atemnot äußern. Besonders gefährlich ist eine Erdnussallergie (Achtung: Kreuzallergie mit Gräserpollen), weil meist schon kleinste Allergenmengen heftige allergische Reaktionen auslösen können. Sichtbare Nüsse zu meiden, fällt meist nicht schwer. Problematisch sind kleinste Spuren in Fertiglebensmitteln wie Schokolade, die nicht auf dem Zutatenverzeichnis genannt werden müssen.

Schokoladenersatz


Kakao- oder Kokosbutter im Wasserbad erhitzen, nach und nach unbehandeltes Kakaopulver einrühren und mit Vanille und Puderzucker abschmecken. Bei Verträglichkeit können Sahnepulver und Rosinen zugegeben werden.

Gewürze und Kräuter


Besonders aggressive Allergene sind in Selleriegewürz, Curry, Koriander und Basilikum enthalten. Sellerie ist mittlerweile in der Schweiz das häufigste Nahrungsmittelallergen und zeigt Kreuzallergien zu zahlreichen Kräutern (Beifuß), Gemüse und Birkenpollen. Sellerie verbirgt sich oft unerkannt als Würzmittel in Suppen, Saucen, Salat-, Fleisch- und Geflügelspeisen, Gewürzsalzen und -mischungen.


Tipps für die Verwendung von Gewürzen und Kräutern

  • Würzen Sie sparsam und meiden Sie das Allergen, insbesondere im frischen Zustand.
  • Verwenden Sie vorsichtshalber keine Gewürzmischungen (Curry, Grillgewürz und anderes).
  • Garen Sie verträgliche Gewürze mit.
  • Bevorzugen Sie getrocknete Kräuter.

Dorle Grünewald-Funk, Ellwangen

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