Ernährung
Wie kann die Ernährungsweise die Rheumabehandlung unterstützen?
Eine Ernährungsumstellung kann helfen, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen sowie die Schmerzen und den Einsatz von Medikamenten zu reduzieren.
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Die Medikamente in der Rheumatherapie (nicht-steroidale Antirheumatika, Glukokortikoide) müssen langfristig eingenommen werden. Sie haben aber teilweise erhebliche Nebenwirkungen. Eine Ernährungsumstellung kann eine wichtige Unterstützung der Therapie sein. Verschiedene Inhaltsstoffe von Lebensmitteln können dazu beitragen, dass Entzündungen im Körper entweder gefördert oder gehemmt werden. Die entzündungsfördernden Inhaltsstoffe sollten gemieden und hemmende Substanzen bevorzugt werden.
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Besonders für Rheumatiker gilt: Fett ist nicht gleich Fett.
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Entzündungsfördernd: Arachidonsäure

Typisch englisches Frühstück - für Rheumatiker nicht zu empfehlen.
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Eine entzündungsfördernde Wirkung hat die Arachidonsäure. Sie kommt vor allem in fettreichen tierischen Lebensmitteln, wie Schweineschmalz, fettreiche Fleischarten und Wurstwaren, Butter, Sahne, Käse vor. Fettreiche Lebensmittel tierischen Ursprungs mit Ausnahme von Fisch sollten deshalb eher selten oder nur in kleinen Mengen auf dem Speiseplan stehen.
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Entzündungshemmend: Omega-3-Fettsäuren
Eine entzündungshemmende Wirkung haben dagegen die so genannten Omega-3-Fettsäuren, die vor allem in fettreichem Seefisch (z. B. Lachs, Hering, Makrele) und in einigen Pflanzenölen (z. B. Raps-, Soja-, Walnussöl) enthalten sind. Diese Pflanzenöle sollten täglich auf dem Tisch stehen, die genannten Fischarten mindestens zweimal pro Woche. Für Personen, die keinen Fisch mögen, gibt es spezielle mit Omega-3-Fettsäuren angereicherte Lebensmittel (z. B. Omega-3-Margarine) oder Fischölkapseln, die jedoch nur nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden sollten.
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Ideal ist eine Kost mit wertvollen Ölen, Fisch und Gemüse.
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Hervorragend geeignet sind für Rheumatiker Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst, denn sie sind komplett frei von Arachidonsäure. Zum Vergleich: Eine gemischte, normale Kost enthält 200 bis 400 Milligramm Arachidonsäure pro Tag, eine pflanzliche Kost nur zirka 50 Milligramm! Eine Obst- und Gemüsereiche Kost hat zudem den Vorteil, dass sie gleichzeitig Antioxidanzien wie Vitamin C und Beta-Carotin liefert. Rheumatiker haben einen erhöhten Bedarf an Antioxidanzien, denn sie können die bei entzündlichen Prozessen vermehrt entstehenden Sauerstoffradikale abfangen und entgiften.
Essen bei Rheuma - so geht es:
- Meiden Sie fettreiche tierische Lebensmittel, wie fettreiche Fleisch- und Wurstsorten und fettreiche Milchprodukte und Käse, um die Arachidonsäurezufuhr zu verringern. Bevorzugen Sie fettarme Fleisch- und Wurstsorten sowie fettarme Milchprodukte.
- Zwei Seefischmahlzeiten (Lachs, Makrele, Hering, Sardine, Tunfisch) wöchentlich können rheumatische Entzündungen unter Umständen lindern.
- Verwenden Sie täglich wertvolles Pflanzenöl (Raps-, Soja-, Walnuss- oder Leinöl) und ein Vitamin-E-reiches Streichfett (z. B. Margarine).
- Essen Sie fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag, denn sie liefern Antioxidanzien.
- Bei Übergewicht ist es ratsam abzunehmen. Das entlastet die Gelenke.
- Bei fortschreitender Erkrankung entsteht häufig eine Osteoporose. Beugen Sie aktiv vor!
Dorle Grünewald-Funk, Ellwangen