Sitemap  |  Kontakt  |  Impressum  |  AGB  |  Hilfe
Kirschen
ErzeugungVerarbeitungEinkauf und KennzeichnungZubereitung und LagerungGesund EssenVerbraucherschutz

Archiv 2008

Newsletter 1 vom 02.01.2008

Stichwort: Ernährung

Probiotische Milchprodukte: Schutz vor Durchfall infolge von Antibiotikatherapie


(aid) – Winterzeit ist Erkältungszeit. Da lässt sich eine Behandlung mit Antiobiotika oft nicht vermeiden. Ihre unerwünschten Nebenwirkungen wie Durchfallerkrankungen können probiotische Lebensmittel vermindern. Dies ist das Ergebnis einer klinischen Studie der medizinischen Fakultät des Imperial College in London. An der Untersuchung nahmen 113 meist ältere Krankenhauspatienten teil, die aufgrund von Operationen oder Infektionserkrankungen der Atemwege Antibiotika einnahmen. Eine Gruppe der Patienten erhielt zwei Mal täglich ein handelsübliches probiotisches Getränk mit lebenden Milchsäurebakterien (L. casei, L. bulgaricus, S. thermophilus). Die Placebogruppe nahm stattdessen einen Milchshake ohne Bakterien zu sich. Während in der Placebogruppe jeder Dritte später an einer Durchfallerkrankung erkrankte, war es in der Probiotikagruppe nur jeder Achte. Dies lässt sich dadurch erklären, dass probiotische Bakterien die Darmflora unterstützen, sodass Antibiotika weniger Schäden anrichten können. Ein besonders gefährlicher Durchfallerreger ist Clostridium difficile, der in der Vergangenheit sogar zu Todesfällen führte. Dieser wurde bei keinem Patienten der Probiotikagruppe, aber bei 17 Prozent der Teilnehmer der Placebogruppe nachgewiesen. Damit die probiotischen Lebensmittel ihre Schutzwirkung optimal entfalten können, sollten sie bereits während der Antibiotikatherapie verzehrt werden   allerdings nicht zeitgleich, sondern um drei bis vier Stunden zeitversetzt. Es ist empfehlenswert, sie auch nach Beendigung der Antibiotikatherapie mindestens noch eine Woche weiter zu verzehren.

Quelle: British Medical Journal 335 (7610), 80ff., 2007

Weitere Informationen zu Probiotika finden Sie in unserer Rubrik Lebensmittel von A-Z.


Trotz höherer Preise: Lebensmittel sind günstiger als früher


(aid) – Im vergangenen Herbst sind die Lebensmittelpreise, vor allem bei Milcherzeugnissen, deutlich gestiegen. Dennoch können sich die Verbraucher heutzutage günstiger ernähren als in den 1970er und 1980er Jahren, betont der Deutsche Bauernverband (DBV). So erhält ein Arbeiter deutlich mehr Fleisch, Brot oder Butter für sein Einkommen als früher. Ein Beispiel: Während sich der Nettostundenlohn eines Industriearbeiters in den vergangenen fünfzig Jahren fast verzwanzigfacht hat, ist der Brotpreis nur um das Neunfache gestiegen. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke waren im Jahr 2007 um rund elf Prozent teurer als vor zwölf Jahren, rechnet die Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle vor. Die Kosten für die allgemeine Lebenshaltung haben sich im gleichen Zeitraum aber um knapp 21 Prozent erhöht. Selbst die Preissteigerungen der vergangenen zwölf Monate seien bei den Nahrungsmitteln moderat ausgefallen, wenn man sie mit dem Verbraucherpreisindex insgesamt vergleicht. Insbesondere bei den Milchprodukten lasse der Preisanstieg aktuell bereits nach, da sich die Situation auf dem Milchmarkt entspanne, berichtete das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV).

Quelle: Deutscher Bauernverband (DBV), Pressemeldung vom 27. Dezember 2007; Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP), Pressemeldung vom 18. Dezember 2007; Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Pressemeldung Nr. 220 vom 27. Dezember 2007


Seelachs und Alaska-Seelachs: Kennen Sie den Unterschied?


(aid) – Seelachs und Alaska-Seelachs sind beliebte Speisefische. Vielen ist der Unterschied zwischen diesen Fischarten jedoch nicht bekannt. Der Seelachs ist ein Verwandter von Kabeljau und Schellfisch und hat daher mit dem „echten“ Lachs nur den Namen gemeinsam. Die Handelsbezeichnung „Seelachs“ stammt aus Zeiten des Ersten Weltkrieges, als Lachse in den Flüssen ausblieben und Importe rar waren. Damals wurde als „Lachsersatz“ ein neues Produkt entwickelt: rot gefärbte, gesalzene und in Öl eingebettete Seelachsscheiben. Die Nachfrage nach dem günstigen Brotaufstrich stieg rasch an. Bis dahin war der Köhler, wie Seelachs eigentlich genannt wurde, wegen der leicht dunklen Färbung seines Fleisches kaum gefragt. Heutzutage spielt er eine bedeutende Rolle für die deutsche Fischerei. Er hat ein pikantes Aroma und ist in der Küche vielseitig einsetzbar. Oft wird der Seelachs mit dem Alaska-Seelachs verwechselt, der ebenfalls mit dem Kabeljau verwandt ist. Dieser sehr beliebte Speisefisch der Deutschen lebt im Nordpazifik. Das besonders zarte, weiß bis leicht rosa aussehende Fleisch ist so fein, dass es bereits unmittelbar nach dem Fang in der Regel tiefgefroren wird. Die tiefgefrorenen Filetblöcke werden meist als Rohware eingesetzt und zu beispielsweise Fischstäbchen oder Fischmenüs weiterverarbeitet.

Mehr Informationen zu den einzelnen Fischarten finden Sie auf der Internetseite des Fisch-Informationszentrums.
Weiteres über Fisch erfahren Sie in der Rubrik „Lebensmittel von A-Z“.
Lesen Sie auch „Fisch: Gefährdete Arten beim Einkauf meiden“.


Pommes frites & Co.: Verarbeitete Kartoffelerzeugnisse mehr denn je gefragt


(aid) – Selbst geschälte, frische Kartoffeln stehen in deutschen Familien immer seltener auf dem Speisplan. Im Trend liegen stattdessen verarbeitete Kartoffelerzeugnisse wie Pommes Frites, fertiger Kartoffelsalat und frische Teige aus der Kühltheke. Im vergangenen Wirtschaftsjahr hat der Pro-Kopf-Verbrauch der frischen Knollen mit rund 27 Kilogramm den niedrigsten Stand erreicht, informiert die Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP). Dagegen hat jeder Bürger von Juli 2006 bis Juni 2007 - umgerechnet in Frischgewicht - zusätzlich rund 36 Kilogramm Kartoffelprodukte verzehrt. Damit hat der Pro-Kopf-Verbrauch gegenüber dem Vorjahr um knapp fünf Kilogramm zugenommen und einen Spitzenwert erreicht. Ganz einfach können Sie Kartoffelprodukte wie Pommes frites, Kartoffelpüree und Kartoffelpuffer aber auch selbst herstellen. Das geht schnell, schmeckt gut und lässt Spielraum für Kreativität. Für Kartoffelpuffer beispielsweise reiben Sie Kartoffeln und eventuell Zwiebeln in eine Schüssel, schütten das überschüssige Wasser weg und geben Salz, Pfeffer sowie Ei dazu. Die Puffer werden von beiden Seiten in einer Pfanne mit Öl hellbraun gebacken. Das Rezept lässt sich leicht abwandeln, beispielsweise mit frischen geschnittenen Kräutern oder geriebenen Möhren. Einfach ausprobieren!

Quelle: Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP), Pressemeldung vom 19. Dezember 2007

Alles über Kartoffeln und weitere Tipps für die Zubereitung finden Sie in der Rubrik „Lebensmittel von A-Z“.


Stichwort: Verbraucherschutz

Schlank ins neue Jahr: Abnehmpräparate erzielen nur geringe Erfolge


(aid) – Gerade zu Beginn des neuen Jahres nehmen sich viele Menschen vor, ihre überschüssigen Pfunde wieder los zu werden. Allein durch die regelmäßige Einnahme von verschreibungspflichtigen Schlankheitsmitteln verlieren fettleibige Menschen jedoch nur wenige Kilogramm. So lautet das Fazit einer Auswertung von dreißig Studien mit insgesamt etwa 20.000 Teilnehmern. Kanadische Mediziner untersuchten die Wirkung von drei unterschiedlichen Arzneimitteln zum Abnehmen für fettleibige Menschen. Die meist weiblichen Probanden wogen zu Studienbeginn durchschnittlich hundert Kilogramm und hatten einen Körpermassenindex (BMI) von 35 bis 36. Für einen Zeitraum von ein bis vier Jahren wurden die Teilnehmer mit einem der Medikamente oder einem Placebo behandelt. Die allein durch die Präparate erzielten Gewichtsabnahmen lagen bei durchschnittlich 2,9 bis 4,7 Kilogramm. Das entspricht einem Verlust von weniger als fünf Prozent des Körpergewichts. Allerdings war die Einnahme der Medikamente abhängig vom jeweiligen Mittel mit unterschiedlichen Nebenwirkungen verbunden. So beeinträchtigten die Arzneimittel in einigen Fällen das Kreislaufsystem, den Blutzuckerspiegel oder das seelische Wohlbefinden. Wer langfristig an Körpergewicht verlieren möchte, kann dieses Ziel nur durch eine Ernährungsumstellung und viel Bewegung erreichen, betonen die Forscher.

Quelle: British Medical Journal (BMJ), Online-Vorabveröffentlichung vom 15. November 2007 und Pressemeldung vom 16. November 2007

Mehr über Schlankheitsmittel erfahren Sie in der Rubrik „Gesund essen“.
Mithilfe des Body-Checks können Sie Ihr Körpergewicht beurteilen.


Obst und Gemüse: Seit Januar ist Herkunftsangabe Pflicht


(aid) – Seit dem 1. Januar müssen alle Obst- und Gemüsearten mit einer Herkunftsangabe versehen sein. Bislang galt diese Kennzeichnungspflicht lediglich für die knapp vierzig Arten, die nach EG-Vermarktungsnormen angeboten werden. Dazu gehörten zum Beispiel Äpfel, Blumenkohl, Paprika oder Spinat. Die Änderung betrifft alle EU-Mitgliedsstaaten, informiert das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Die neue Vorschrift gilt für Erzeugnisse, die frisch an den Verbraucher verkauft werden sollen, also auch für verpackte Ware. Verarbeitete Erzeugnisse sind allerdings von dieser Regelung nicht betroffen. Vermutlich wird die Angabe des Ursprungslandes im Kennzeichnungsfeld der Verpackung erfolgen. Auf dem Kassenbon muss die Herkunft nicht stehen. Die Einhaltung der neuen Vorschrift wird von den zuständigen Behörden des Bundes und der Länder bei der Einfuhr, Ausfuhr und auf allen Vermarktungsstufen kontrolliert.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Pressemeldung Nr. 199 vom 30. November 2007

Mehr über Obst und Gemüse erfahren Sie in der Rubrik „Lebensmittel von A-Z“.


Sushi: Besser selbst gemacht als fertig aus dem Supermarkt


(aid) – Fertige Sushi-Sets aus dem Supermarkt sind laut einer Untersuchung von Stiftung Warentest nicht immer ein Genuss. Die Lebensmittelprüfer hatten vier tiefgekühlte und sieben gekühlte Sushi-Boxen getestet. Die Produkte stammten vor allem aus dem Supermarkt, doch auch zwei gemischte Sets von bekannten Restaurantketten standen auf dem Prüfstand. Die vergleichsweise teure Restaurant-Ware zum Mitnehmen war sorgfältig hergestellt, schmeckte frisch und sehr aromatisch. Ein Set fiel jedoch durch erhöhte Keimgehalte auf. Daher sollten Feinschmecker die Häppchen am besten sofort oder innerhalb weniger Stunden verzehren. Sushi aus dem Supermarkt ist in der Regel günstiger, da die Reisröllchen industriell hergestellt werden. Doch häufig lassen Aussehen, Geschmack und Konsistenz zu wünschen übrig. Bei einem Produkt schmeckte der Lachs fischig und wies sogar Gefrierbrand auf. Mikrobiologisch waren die tiefgekühlten Häppchen jedoch einwandfrei. Am besten schmeckt Sushi aber immer noch selbst zubereitet. Verwenden Sie nur geeignete Fischsorten wie Lachs – fangfrisch oder direkt nach dem Fang tiefgefroren. Die Ware sollte innerhalb weniger Stunden nach dem Kauf verarbeitet und verzehrt werden. Zutaten wie Rundkornreis, die gepressten Algenblätter (Nori) und Beilagen sind in Asialäden und einigen Supermärkten erhältlich.

Quelle: Stiftung Warentest, test 1/2008


Stichwort: Landwirtschaft

Walnuss: Der Baum des Jahres 2008


(aid) – Die Walnuss ist Baum des Jahres 2008. Denn in Deutschland hat der Bestand in den vergangenen hundert Jahren durch Übernutzung und fehlende Nachpflanzung stark abgenommen, begründet das Kuratorium „Baum des Jahres“ seine Wahl. Die vielseitige Pflanze zeichnet sich vor allem durch das edle Holz und die hochwertigen Nüsse aus. Die Früchte enthalten nicht nur reichlich Omega-3-Fettsäuren, sondern auch wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Die ursprüngliche Heimat der Walnuss (Juglans regia) liegt auf der Balkanhalbinsel und in Asien von der Türkei bis zum Himalaja. Heute bereichert sie auch viele Hausgärten hierzulande. Hobbygärtner sollten dem Baum mit der silbernen Rinde und dem knorrigen Wuchs ausreichend Platz bieten. Achten Sie auf einen nicht zu trockenen, aber durchlässigen Boden, der reichlich Humus und Kalk enthält. Erst nach zehn bis zwanzig Jahren trägt der Walnussbaum Früchte. Doch die Geduld lohnt sich, da ausgewachsene Bäume bis zu 150 Kilogramm Nüsse liefern können. Nach der Ernte ist die weiche Fruchthülle zu entfernen. Wer das Schalenobst anschließend an luftiger Stelle trocknet, kann die Schimmelbildung deutlich verringern. In luftdurchlässigen Netzen lassen sich Walnüsse an einem kühlen Ort ein Jahr lang aufbewahren.

Mehr Informationen über die Walnuss finden Sie auf der Internetseite des Kuratoriums „Baum des Jahres“.

Alles über Nüsse erfahren Sie in der Rubrik „Lebensmittel von A-Z“.


Ganz einfach: Speisepilze im Haus kultivieren


(aid) – Speisepilze sind gesund, kalorienarm und lecker. Sind sie dann auch noch aus dem eigenen „Anbau“, schmecken sie noch mal so gut. Mit einer Pilzfertigkultur ist die heimische Zucht von Speisepilzen heute ein Kinderspiel. Im Handumdrehen lassen sich auf diese Weise in drei bis vier Wochen schmackhafte Speisepilze kultivieren. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit, wenn im Gemüsegarten nur noch wenig Essbares zu finden ist, bringen die selbst geernteten Pilze eine willkommene Abwechslung auf den Menüplan. Für den Nachwuchs ist es zudem eine spannende Sache, denn so ein Champignon kann innerhalb von 24 Stunden sein Gewicht fast verdoppeln. Alles was Sie für die Pilzzucht daheim benötigen, ist ein kühler Raum, ausreichend Feuchtigkeit und eine Kiste mit fertigem Pilzsubstrat. Dieses können Sie über den Gartenfachhandel oder das Internet beziehen. Mehr Infos zur heimischen Pilzzucht finden Sie im „Anbautipp des Monats Januar 2008“.

Fragen zu diesem und anderen Themen beantworten Ihnen unsere Experten im Forum „Obst- und Gemüsegarten“.


Frage der Woche

Ist die Einnahme von Bierhefe als Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?


(aid) – Bierhefepräparate werden oftmals damit beworben, dass sie einen hohen Gehalt an B-Vitaminen besitzen, die unter anderem die Hautfunktionen unterstützen sollen. Tatsächlich enthalten die Produkte aber nur wenig B-Vitamine und diese in einem ungünstigen Verhältnis. Hefeprodukte werden auch als Nahrungsergänzungsmittel für strenge Vegetarier angeboten, um das in der Kost fehlende Vitamin B12 zu liefern. Es sind jedoch vorwiegend inaktive Formen dieses Vitamins enthalten, die der Körper nicht verwerten kann.

Die vollständige Antwort finden Sie im Forum „Sie fragen – aid antwortet“.



Link zum Medienshop; Link öffnet im neuen Fenster

aid Downloadservice

aid-Hefte und Folien

Shop Neuheiten

als Newsletter 

SommerSpezial 2010

SommerSpezialNeue Medien auf einen Blick: Jetzt kostenlos anfordern mehr

Medienkatalog 2010

Katalog

online blättern

per Post

Sammelabo

Nur nichts verpassen! Das Sammelabo Neuerscheinungen für aid-Hefte... mehr