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Archiv 2008

Newsletter 7 vom 26.3.2008

Stichwort: In eigener Sache

RSS-Feeds: Ab sofort auf was-wir-essen.de zu abonnieren


(aid) – Immer mehr Menschen nutzen das Nachrichtenformat „RSS-Feeds“, um sich schnell über aktuelle Meldungen oder neue Forenbeiträge im Internet zu informieren. RSS ist die Abkürzung für Really Simple Syndication (englisch für „wirklich einfache Verbreitung“), feed bedeutet übersetzt „versorgen“. Der Vorteil: Die Nutzer müssen die einzelnen Webseiten nicht mehr besuchen, um auf dem Laufenden zu bleiben. Ab sofort bietet was-wir-essen.de diesen Service für die Expertenforen an. Wenn Sie kostenlos RSS-Newsfeeds zu neuen Forenbeiträgen abonnieren möchten, kopieren Sie einfach diesen Pfad in Ihren Newsreader: was-wir-essen.de/forum/feed.php. Dann erhalten Sie eine Übersicht der neu veröffentlichten Beiträge mit Links auf die jeweilige Frage und Antwort. Sie können die Foren einzeln nach Themen, aber auch gemeinsam abonnieren. Die Datei wird im XML-Format ausgegeben. Zum Lesen des Nachrichtenformats benötigen Sie einen herkömmlichen Browser oder ein spezielles Programm wie einen RSS-Reader.

Mehr Informationen zum Abonnieren der RSS-Feeds zu neuen Forenbeiträgen finden Sie in den Expertenforen auf was-wir-essen.de


Stichwort: Ernährung

Umfrage: Nur jedes zweite Kind isst täglich Vollkornprodukte


(aid) – Zum Frühstück greifen viele Kinder lieber zu einem Nuss-Nougat-Brot und herkömmlichen Cerealien als zu Vollkornprodukten. So lautet das Fazit einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens TNS Healthcare, an der 500 Mütter von Kindern im Alter von sechs bis vierzehn Jahren teilnahmen. Noch nicht einmal jedes zweite Kind isst täglich ein Vollkornprodukt, lediglich ein Viertel greift jeden Tag zu Brot aus Vollkornmehl. Dabei weiß nach eigenen Angaben fast jede Mutter, dass Getreideerzeugnisse aus dem ganzen Korn für eine gesunde und ausgewogene Ernährung unverzichtbar sind. Mehr als ein Drittel der Frauen brachte vollkornhaltige Lebensmittel in erster Linie mit Vollkornbrot in Verbindung, gefolgt von Vollkornnudeln mit knapp 18 Prozent. Weniger als sechs Prozent der Befragten dachten dabei an Frühstückscerealien. Ernährungsexperten empfehlen Erwachsenen im Rahmen einer vollwertigen Ernährung vier Portionen Vollkornprodukte am Tag.

Quelle: Cereal Partners Deutschland, Pressemeldung vom 14. März 2008

Mehr über die Merkmale von Vollkornbrot und das Backen mit Vollkornmehl erfahren Sie in der Rubrik „Lebensmittel von A-Z“.


Herzinfarkt: Sterberate in Osteuropa besonders hoch


(aid) – Das Risiko an einem Herzinfarkt zu sterben ist in Osteuropa deutlich höher als in westlichen Ländern. Zudem liegt die Sterberate in Deutschland immerhin doppelt so hoch wie bei den Franzosen, deren Herz und Gefäße offenbar besonders gesund sind. Das hat eine Auswertung von Daten aus Statistikämtern europäischer Länder ergeben. Wissenschaftler von der Charité Berlin hatten die Todesfälle durch Herzinfarkt und Schlaganfall bei Patienten im Alter von 45 bis 74 Jahren erfasst. Der Ländervergleich zeigte deutliche Unterschiede: So ist die Sterberate durch Herzinfarkt im Nordosten besonders hoch, im Südwesten sehr niedrig. Während die Franzosen vergleichsweise selten an dieser Krankheit sterben, ist die Gefahr für einen Menschen in Lettland sieben Mal so hoch. Beim Schlaganfall war die Situation nicht so eindeutig: Todesfälle traten in Osteuropa, aber auch in einigen Mittelmeerländern wie Griechenland häufiger auf. Im Zentrum Westeuropas wie etwa in Frankreich war das Risiko geringer – ebenso in Deutschland. Die Forscher vermuten, dass vor allem der hohe Anteil an gesättigten Fettsäuren in der Ernährung für das erhöhte Herzinfarkt-Risiko in osteuropäischen Ländern verantwortlich ist. Am Beispiel Polen wird deutlich, dass Veränderungen bei der Ernährung durchaus effektiv sein können: Seit den 90er Jahren hat sich dort die Aufnahme an gesättigten Fettsäuren zugunsten von mehrfach ungesättigten Fettsäuren reduziert. Parallel dazu verringerte sich die Herzinfarktrate um ein Viertel. Aber auch der Verzehr von Obst und Gemüse, Rauchen und der Alkoholkonsum stehen nach Ansicht der Autoren im Zusammenhang mit dem Ost-West-Gefälle.

Quelle: European Heart Journal, Online-Vorabveröffentlichung vom 5. Februar 2008

Für weitere Infos lesen Sie auch den Beitrag „Herzgesund essen – wie geht das?”.


Lecker und kalorienarm: Salatgurken sind beliebt


(aid) – Salatgurken stehen bei deutschen Verbrauchern hoch im Kurs: Jeder Bundesbürger kauft durchschnittlich mehr als sechs Kilogramm des Fruchtgemüses pro Jahr, informiert die Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP). Damit liegt der Pro-Kopf-Verbrauch ähnlich hoch wie bei Möhren, Kopfkohl und Speisezwiebeln, die hinter dem Spitzenreiter Tomaten zu den beliebtesten Gemüsearten zählen. Aufgrund der klimatischen Bedingungen werden Salatgurken in Deutschland fast ausschließlich im Gewächshaus angepflanzt. Anbauschwerpunkte liegen auf der Insel Reichenau in Baden-Württemberg, im nordwestlichen Niedersachsen bei Papenburg und in Laasdorf, Ostthüringen. Auf einer Fläche von 260 Hektar wurden im Jahr 2007 rund 61.000 Tonnen Salatgurken erzeugt. Da die inländische Produktion nur zwölf Prozent des Verbrauchs deckt, werden jährlich etwa 437.000 Tonnen vor allem aus den Niederlanden und Spanien importiert. Das mild schmeckende und erfrischende Gemüse besteht zu 98 Prozent aus Wasser und ist daher sehr kalorienarm: Hundert Gramm liefern gerade zehn Kilokalorien. Gleichzeitig enthält es einige Mineralstoffen wie Kalium, Calcium, Eisen und Zink. Das Fruchtgemüse schmeckt nicht nur roh als Salat, sondern auch gedünstet, gefüllt mit beispielsweise Hackfleisch oder als Suppeneinlage.

Quelle: Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP), Pressemeldung vom 14. März 2008


Stichwort: Verbraucherschutz

Hyperaktivität und Zusatzstoffe: EFSA sieht Zusammenhang nicht bestätigt


(aid) – Als mögliche Auslöser für das so genannte „Zappelphilipp-Syndrom“ (Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom, kurz ADS) werden unter anderem Lebensmittelzusatzstoffe diskutiert. Für einen solchen Zusammenhang existiert jedoch nach wie vor kein eindeutiger Beleg, stellten jetzt die Wissenschaftler der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) fest. Sie nahmen die Ergebnisse einer Studie der Universität Southampton aus 2007 unter die Lupe. Die britischen Forscher hatten einen möglichen Zusammenhang zwischen sieben Lebensmittelzusatzstoffen und Verhaltensauffälligkeiten von Kindern entdeckt. Untersucht wurden die künstlichen Farbstoffe E 102, E 104, E 110, E 122, E 124 und E 129 sowie der Konservierungsstoff Natriumbenzoat E211. Die Wissenschaftler der EFSA sehen das Ergebnis allerdings kritisch: „Wir erkennen zwar Hinweise, sehen den Zusammenhang aber nicht hinreichend bestätigt“, erläutert Dr. Rainer Gürtler, der als EFSA-Experte zuständig für Bewertungen von Zusatzstoffen in Europa ist. „Denn die Ergebnisse der Studie liefern kein einheitliches Bild. Bei manchen Kindern zeigten sich geringe negative Auswirkungen, bei anderen wiederum nicht. Die Bedeutung solch geringer Effekte für den Schulalltag ist nicht klar. Zudem stimmten die Beobachtungen von Eltern, Lehrern und externen Fachleuten nicht überein“, so Gürtler. Die Studie rechtfertige damit nicht, die akzeptablen täglichen Aufnahmemengen (ADI-Werte) für die sieben Lebensmittelzusatzstoffe zu ändern. Für Verbraucher gilt daher nach wie vor: Im Rahmen einer vollwertigen und ausgewogenen Ernährung sind Lebensmittelzusatzstoffe unbedenklich. Bei einer einseitigen Ernährung, zum Beispiel mit hohem Konsum von Softdrinks in grell-bunten Farben, könnten vor allem Kleinkinder und jüngere Schüler die akzeptable tägliche Verzehrsmenge bei bestimmten Lebensmittelzusatzstoffen jedoch überschreiten.

Quelle: Presseinformation der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vom 14. März 2008 (englisch)

Lesen Sie dazu auch unsere Meldung „Hyperaktivität: Zusatzstoffe verstärken möglicherweise Symptome“.


Säuglingsnahrung: Nicht mit abgestandenem Leitungswasser zubereiten


(aid) – Trinkwasser, das länger in den häuslichen Leitungsrohren steht, kann unter Umständen geringfügig mit Schwermetallen verunreinigt sein. Das zeigen die Daten des bundesweiten Kinder-Umwelt-Surveys (KUS) des Umweltbundesamtes (UBA). Daher empfehlen die Experten, insbesondere für die Zubereitung von Säuglingsnahrung nur „frisches“ Wasser zu verwenden. Im Allgemeinen ist Trinkwasser das am strengsten kontrollierte Lebensmittel und kann unbedenklich getrunken werden. Wenn es jedoch längere Zeit nicht fließt, kann es insbesondere bei nicht fachgerechter Installation die in den Leitungsrohren oder Armaturen enthaltenen Schwermetalle aufnehmen. Die Wissenschaftler untersuchten in den Jahren 2003 bis 2006 das Trinkwasser von knapp 1.800 Haushalten mit Kindern im Alter von drei bis 14 Jahren. Im Labor wurden die Proben unter anderem auf Blei, Kupfer, Nickel und Uran geprüft. In den meisten Haushalten waren die Schwermetallkonzentrationen unbedenklich. Dennoch wurden die Höchstmengen der Trinkwasserverordnung oder der Leitwert in wenigen Fällen überschritten. Aus diesem Grund sollte Trinkwasser vorsorglich nicht mehr für die Zubereitung von Speisen und Getränken verwendet werden, wenn es länger als vier Stunden in der Leitung gestanden hat. Lassen Sie dann das Wasser erst vorlaufen. Das gilt insbesondere für Familien mit Kindern, die sehr empfindlich auf Schwermetalle reagieren. „Frisches“ Wasser ist an der geringeren Temperatur zu erkennen.

Quelle: Umweltbundesamt (UBA), Pressemeldung Nr. 17/2008 vom 14. März 2008 und Kinder-Umwelt-Survey 2003/2006

Alles über Wasser erfahren Sie in der Rubrik „Lebensmittel von A-Z“.


Stichwort: Landwirtschaft

Frühjahrsbestellung: Regen behindert Arbeit auf den Feldern


(aid) – Die nasse Witterung erschwert offenbar in diesem Frühjahr die Bestellung der Äcker. So war die Bodenbearbeitung und Aussaat des Sommergetreides auf vielen Flächen bislang nicht möglich, teilte das Landvolk Niedersachsen mit. Auch die Rübenaussaat konnten viele Landwirte noch nicht vorbereiten. Sie hoffen nun auf einen Wetterumschwung, um die anstehenden Feldarbeiten noch einigermaßen fristgerecht erledigen zu können. Die Wintersaaten haben sich bisher sehr unterschiedlich entwickelt: Beim Raps ist das Wachstum lediglich auf schweren, tonigen Böden verzögert, da diese besonders viel Wasser speichern. Den Rückstand können die Pflanzen bis zur Ernte im Sommer aber noch aufholen, erklärt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Die trockenen Tage im Februar haben die meisten Landwirte genutzt, um den ersten Dünger auszubringen. Weizen und Gerste haben daher genug Stickstoff, um bei einer Wetterbesserung kräftig zu wachsen. Auf den nicht gedüngten Äckern haben die Bauern jedoch laut einer Umfrage des Landvolks Niedersachsen bereits Nährstoffmängel bemerkt. Auch die Wiesen und Weiden müssen erst abtrocknen, damit die Kühe nicht die jungen Gräser zertreten.

Quelle: Landvolk Niedersachsen, Landvolk-Presse-Dienst (LPD) Nr. 12/2008 vom 20. März 2008; Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pressemeldung vom 18. März 2008

Mehr über Landwirtschaft gestern und heute erfahren Sie in der Rubrik „Erzeugung“.


Deutschland: Immer mehr Lebensmittel werden exportiert


(aid) – Deutschland hat im vergangenen Jahr mehr Nahrungsmittel und Agrargüter ausgeführt als in den Jahren zuvor. Das berichtet das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) in einer Pressemeldung. Die Agrar- und Lebensmittelexporte sind laut vorläufiger Daten im Vergleich zum Vorjahr um knapp 15 Prozent auf über 43 Milliarden Euro gestiegen. Die endgültigen Zahlen werden vermutlich mit rund 46 Milliarden Euro noch höher liegen. Die wichtigsten Ausfuhrprodukte waren Milch, Fleisch und Getreide. Allein die Exporte von Milch und Milchprodukten haben sich dabei um 27 Prozent auf rund sieben Milliarden Euro erhöht. Hiesige Lebensmittel werden vor allem in die Niederlande, in Italien und Frankreich eingeführt. Doch auch die zwölf neuen EU-Mitgliedsstaaten zeigen großes Interesse an Agrargütern aus Deutschland. Der Zuwachs lag bei 27 Prozent. Nicht nur Lebensmittel, sondern auch Branchen wie Landtechnik und Tierzucht würden von dem Exportboom profitieren, teilte das BMELV mit.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Pressemeldung Nr. 041 vom 14. März 2008 und Statistik: Deutscher Agrarhandel 2007


Tomaten, Paprika & Co.: Anzucht auf der Fensterbank


(aid) – Frische Tomaten und Paprika aus eigener Anzucht   wer dies plant, sollte frühzeitig mit der Aussaat beginnen. Voraussetzung für die Anzucht von Sommergemüse ist ein heller und warmer Ort. Aufwändig beheizte Gewächshäuser mit künstlicher Beleuchtung sind dafür nicht notwendig. Eine Kunststoffschale auf der heimischen Fensterbank ist die ideale Kinderstube für Tomaten, Paprika & Co. Bis Mitte Mai ziehen Sie dort kräftige Jungpflanzen vor, die Sie dann ins Freiland pflanzen können. Was Sie alles benötigen und woran Sie unbedingt denken müssen, erfahren Sie in unserem neuen Beitrag „Anzucht auf der Fensterbank“ in der Rubrik „Rund um den Garten“.

Fragen zum diesem und anderen Themen beantworten Ihnen unsere Experten im Forum „Obst- und Gemüsegarten“.


Frage der Woche

Ist es besser, mittags oder abends eine warme Mahlzeit zu essen?


(aid) – Grundsätzlich ist es egal, ob Sie mittags oder abends eine warme Mahlzeit zu sich nehmen. Viele Menschen haben allerdings nach großen Abendmahlzeiten ein größeres Völlegefühl. Wenn mit der Bekömmlichkeit keine Probleme bestehen, spricht nichts dagegen, abends warm zu essen. Zur Entlastung des Verdauungstraktes ist es jedoch empfehlenswert, zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr zu essen.

Die vollständige Antwort finden Sie im Forum „Sie fragen – aid antwortet“.



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