Archiv 2008
Newsletter 16/2008 vom 30.7.2008
Stichwort: In eigener Sache
Neue Kulturanleitungen: Obstanbau im eigenen Garten
(aid) – Ob zum Naschen der süßen Früchte, zum Kochen oder zum Backen: Obst aus dem eigenen Garten ist eine gesunde Sache und beansprucht nicht viel Platz. So reicht zum Beispiel ein Holunderstrauch, um die ganze Familie mit einem leckeren Getränk – hergestellt aus den Blüten – oder ein paar Gläsern Holunderbeeren-Gelee zu versorgen. Holunder wächst mit Vorliebe in der Nähe von Hauswänden und ist besonders pflegeleicht. Gut geeignet für die Begrünung von Hauswänden, Mauern oder Zäunen sind Physalis, auch Andenbeeren genannt, oder Weintrauben. Bei beiden handelt es sich um schnell wachsende Kulturen, die den Speiseplan mit leckeren Früchten bereichern. Viel Frucht auf wenig Raum erzielt man mit Kulturheidelbeeren. Diese Beerenart bildet bis zu zwei Meter hohe Sträucher, die im Sommer dicht mit kirschgroßen, süßen Früchten behangen sind. Der Ertrag je Strauch liegt zwischen drei und fünf Kilogramm. Weitere interessante Informationen rund um diese Obstkulturen finden Sie in den neuen Kulturanleitungen unter „Tipps für Hobbygärtner“.
Fragen zum diesem und anderen Themen beantworten Ihnen unsere Experten im Forum „Obst- und Gemüsegarten“.
Stichwort: Ernährung
Fisch: Schützen Omega-3-Fettsäuren vor altersbedingter Augenerkrankung?
(aid) – Wer mit der Nahrung reichlich Omega-3-Fettsäuren aufnimmt, kann die Augen möglicherweise vor einer altersbedingten Netzhauterkrankung, der Makuladegeneration, schützen. So lautet das Fazit einer australischen Studie. Die Fettsäuren sind vor allem in Kaltwasserfischen wie Hering, Lachs und Makrele enthalten. Forscher hatten neun unabhängige Untersuchungen mit insgesamt knapp 89.000 Teilnehmern ausgewertet. Das Ergebnis: Menschen, die über ihre Kost gut mit Omega-3-Fettsäuren versorgt waren, hatten ein um 38 Prozent geringeres Risiko für eine fortgeschrittene Makuladegeneration. Wer mindestens zweimal wöchentlich Fisch aß, konnte die Wahrscheinlichkeit um etwa ein Drittel reduzieren. Die Makula, auch gelber Fleck genannt, ist ein kleines Areal auf der Netzhaut, sie ermöglicht das scharfe Sehen. Die Rückbildung dieses Bereiches kann schließlich zur Erblindung führen. Ernährungswissenschaftler empfehlen ein bis zwei Fischmahlzeiten in der Woche. Eine Portion entspricht dabei 150 bis 200 Gramm Filet oder 250 bis 300 Gramm ganzer Fisch.
Quelle: Archives of Ophthalmology, Bd. 126, Nr. 6, S. 826-833, 2008
Alles über Fisch erfahren Sie in der Rubrik „Lebensmittel von A-Z“.
Lesen Sie auch den Beitrag „Altersbedingte Augenerkrankung: Obst wirkt möglicherweise vorbeugend“.
Melone: Die süße Erfrischung für heiße Sommertage
(aid) – An heißen Sommertagen ist Melone besonders erfrischend. Denn das leckere Fruchtgemüse besteht bis zu neunzig Prozent aus Wasser. Melonen gehören zur Familie der Kürbisgewächse. Im Allgemeinen unterscheidet man zwei Melonenarten: die Wasser- und die Zuckermelone. Die Wassermelone ist meist rund bis oval mit grüner, glatter Schale. Das sehr saftige, rote Fruchtfleisch mit mildsüßlichem Geschmack ist von zahlreichen essbaren Kernen durchsetzt. Zu den Zuckermelonen zählen mehr als fünfhundert Sorten. Besonders beliebt ist die Honigmelone mit ihrer leuchtendgelben Schale und dem honigsüßen Fruchtfleisch. Die bei uns besonders beliebte Galiamelone ist rund und trägt auf der Schale ein feines, netzförmiges Muster. Wenn sie reift, färbt sich die grüne Schale goldfarben. Der Reifegrad lässt sich beim Einkauf mit ein paar Tricks feststellen: Eine reife Wassermelone klingt aufgrund des hohen Wassergehaltes tief und dumpf, wenn man mit dem Fingerknöchel gegen die Schale klopft. Reife Honig- oder Galiamelonen sind an ihrem feinen, angenehmen und leicht süßlichen Geruch zu erkennen. Das Stielende ist nicht hart, sondern gibt bei leichtem Fingerdruck nach. Damit Melonen nicht an Geschmack verlieren und das Aroma anderer Lebensmittel annehmen, sollte das Fruchtgemüse nicht zu lange im Kühlschrank lagern.
Proviant bei Wandertouren: Leichte Kost für die Rast
(aid) – In der Urlaubszeit zieht es viele Menschen in die Natur. Wer eine Tageswanderung in den Bergen, Wäldern oder Wiesen unternehmen möchte, sollte auch die Verpflegung sorgfältig planen. Für das Picknick unter freiem Himmel hat sich das klassische Butterbrot bewährt. Belegen Sie die Stulle zum Beispiel mit Schnitt- oder Hartkäse. Camembert und Weichkäsesorten sind nicht geeignet, da sie leicht verderben und bei hohen Temperaturen ihren Geschmack verändern. Auch Mett, Tee- und Leberwurst sind empfindliche Lebensmittel und daher als Wanderproviant nicht tauglich. Zum Brot schmecken Radieschen und klein geschnittene Paprika, Kohlrabi, Möhren oder Salatgurken. Frische Früchte wie Kirschen, Pflaumen, Bananen, Äpfel oder Birnen, aber auch Trockenobst und Nüsse versorgen den Körper mit wichtigen Vitaminen und Energie für die nächste Etappe. Verpacken Sie den Proviant drucksicher in Kunststoffbehältern. Belegte Brote sollten getrennt aufbewahrt werden, da sie die Feuchtigkeit von Obst und Gemüse annehmen können. Bei sportlicher Bewegung und sommerlichen Temperaturen verliert der Körper besonders viel Wasser. Planen Sie daher je nach Wanderroute und Lufttemperatur pro Kopf mindestens zwei Liter Flüssigkeit ein. Ideale Durstlöscher sind Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen und gekühlte Früchtetees.
Alles über Brot erfahren Sie in der Rubrik „Lebensmittel von A-Z“.
Stichwort: Verbraucherschutz
Vorsicht Salmonellen: Teig für Stockbrot ohne Eier zubereiten
(aid) – Stockbrot am Lagerfeuer oder über dem Grill backen ist nicht nur für Kinder ein beliebter Spaß. Bei der Zubereitung des Teiges sollten aber vorsichtshalber keine Eier verwendet werden, rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Andernfalls besteht die Gefahr einer Salmonelleninfektion, wenn das Brot nicht vollständig durcherhitzt ist. Meist wird als Stockbrot ein Hefeteig verwendet, der um das Ende eines Astes gewickelt und über der Glut gegart wird. Das Brot wird oft von außen schon schwarz, wenn der Teig innen noch roh ist. Außerdem neigen Kinder dazu, die Teigreste von den Händen zu naschen. Wer ein Rezept ohne Eier auswählt, kann das Risiko einer Salmonelleninfektion von vornherein ausschließen. Nur wenn die Lebensmittel für mindestens zwei Minuten auf über 70 Grad erhitzt werden, sterben diese Krankheitserreger ab. Salmonellen können unangenehme Magen-Darm-Erkrankungen mit Durchfällen und Fieber auslösen. Ältere Menschen und Kinder sind besonders gefährdet. Stockbrot schmeckt herzhaft mit Speck oder Käse und süß mit Marmelade oder Honig gefüllt.
Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Pressemeldung Nr. 13/2008 vom 21. Juli 2008
Lesen Sie auch den Beitrag „Salmonellen: Wie schütze ich mich vor einer Infektion?“.
Natürliches Mineralwasser im Test: Besser aus der Mehrwegflasche
(aid) – Günstiges Mineralwasser, das im Discounter in Kunststoffflaschen angeboten wird, ist meist arm an Mineralstoffen wie Kalium und Magnesium. Zudem ist häufig eine Substanz aus der Verpackung enthalten, die den Geschmack des Wassers beeinträchtigen kann. Das hat eine Untersuchung von Stiftung Warentest ergeben. Die Experten raten, auf bekannte Marken und Wasser in Mehrwegflaschen zurückzugreifen. Dreißig natürliche Mineralwässer mit wenig Kohlensäure in Kunststoffflaschen standen auf dem Prüfstand. Stiftung Warentest verglich elf bekannte Herstellermarken mit preisgünstigen Eigenmarken des Handels und fand deutliche Unterschiede. In zehn Produkten aus verschiedenen Discountern waren hohe Mengen Acetaldehyd nachweisbar. Diese Substanz entsteht bei der Herstellung von PET-Flaschen und kann nach der Befüllung ins Wasser übergehen. Für die Gesundheit bestand keine Gefahr, doch in acht Produkten verlieh Acetaldehyd dem Wasser einen unerwünschten Geschmack. Bei den Mehrwegflaschen bekannter Marken gab es dieses Problem nicht, da ein Blocker die Substanz im Laufe der Produktion bindet. Im Sommer sollten Wasserflaschen nicht im Auto liegen oder längere Zeit in der Sonne stehen, da hohe Temperaturen die Entstehung von Acetaldehyd begünstigen.
Quelle: Stiftung Warentest, test 8/2008
Alles über Trink- und Mineralwasser erfahren Sie in der Rubrik „Lebensmittel von A-Z“.
Lebensmittelüberwachung: Anteil der Verstöße seit 2002 konstant
(aid) – Fast jeder vierte überprüfte Betrieb, der Lebensmittel herstellt, bearbeitet oder verkauft, ist im Jahr 2007 bei Kontrollen negativ aufgefallen. Häufig waren Mängel bei der Hygiene, Kennzeichnung oder Aufmachung der Produkte die Ursache für die Verstöße. Der Anteil der beanstandeten Proben hat sich seit 2002 aber nicht wesentlich geändert. Das dokumentiert der Jahresbericht „Lebensmittelüberwachung 2007“, den das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vorgelegt hat. Jedes Jahr wird der Bericht auf Basis der Ergebnisse der Bundesländer erstellt. In 2007 haben die zuständigen Behörden insgesamt mehr als eine Million Kontrollen in rund 560.000 Betrieben durchgeführt und nahmen über 400.000 Lebensmittelproben. Die Untersuchungen richten sich gezielt auf Betriebe und Lebensmittel, von denen erhöhte Risiken für den Verbraucher ausgehen können. Mit rund 15 Prozent wurden ähnlich viele Proben beanstandet wie in den jeweils vergangenen sechs Jahren. Die Kontrolleure bemängelten mit rund 21 Prozent besonders häufig Fleisch, Wild, Geflügel und deren Erzeugnisse. Bei Zuckerwaren und alkoholischen Getränken außer Wein sind rund neunzehn beziehungsweise achtzehn Prozent negativ aufgefallen. Jede sechste beanstandete Probe war verdorben.
Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Pressemeldung vom 24. Juli 2008 und Jahresbericht Lebensmittelüberwachung 2007
Mehr über Gesetze und Kontrollen erfahren Sie in der Rubrik „Verbraucherschutz“.
Lesen Sie auch den Beitrag aus dem Jahr 2005 „Lebensmittelüberwachung: Hohe Beanstandungsraten interpretationsbedürftig“.
Stichwort: Landwirtschaft
Viehbestand in Deutschland: 13 Millionen Rinder, 27 Millionen Schweine
(aid) – Im Mai haben deutsche Landwirte rund dreizehn Millionen Rinder, darunter mehr als vier Millionen Milchkühe gehalten. Außerdem stehen hierzulande knapp 27 Millionen Schweine und mehr als zwei Millionen Schafe im Stall oder auf der Weide. Das ist das Resultat einer repräsentativen Erhebung der Viehbestände durch das Statistische Bundesamt Deutschland (Destatis). Knapp die Hälfte aller deutschen Rinder wird in Bayern und Niedersachsen gehalten. Die bedeutendste Rasse ist Holstein-Schwarzbunt. Nach vorläufigen Ergebnissen standen zum Stichtag 3. Mai 2008 knapp 27 Millionen Schweine in deutschen Ställen – 350.000 Tiere weniger als im November 2007. Insbesondere der Bestand an Zuchtsauen hat sich in den vergangenen sechs Monaten um knapp zwei Prozent auf 2,4 Millionen verringert. Die Zahl der Schweinehalter ist um über acht Prozent gesunken. Für die Ermittlung des Rinderbestands wurde erstmals das Herkunfts- und Informationssystem für Tiere, die so genannte HIT-Rinderdatenbank, ausgewertet. Die Erfassung der Schweine- und Schafbestände erfolgt weiterhin auf Basis einer Befragung der Landwirte.
Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland (Destatis), Pressemeldung Nr. 270 vom 25. Juli 2008
Verwirrung im Erdbeerdschungel: Welche Pflanze für den Garten?
(aid) – Die Erdbeersaison ist für dieses Jahr weitestgehend gelaufen, und bei vielen dürfte der Bedarf an Erdbeeren vorerst gedeckt sein. Aber bevor Sie den Gedanken an die süße Frucht bis zum nächsten Jahr ganz begraben, vergessen Sie nicht, jetzt noch Erdbeeren für das nächste Jahr zu pflanzen. Denn noch ist Zeit dafür. Doch die Vielfalt in der Erdbeerwelt ist enorm. So mancher Hobbygärtner ist ziemlich ratlos, wenn er einen Gartenkatalog zur Hand nimmt, um Erdbeerpflanzen zu bestellen: Einmal tragende und remontierende Sorten, Monatserdbeeren, Erdbeerwiesen, Hänge- und Klettererdbeeren ... Wer soll da noch klar kommen? In unserem neuen Anbautipp des Monats August bringen wir etwas Licht in den Erdbeerdschungel.
Fragen zu diesem und anderen Themen beantworten Ihnen unsere Experten im Forum „Obst- und Gemüsegarten“.
Frage der Woche
Beeinträchtigt das Toasten von Brot den Nährwert?
(aid) – Beim Toasten wird das Brot durch eine chemische Reaktion goldig-braun und entwickelt ein Röstaroma. Die Gehalte an Kohlenhydraten, Protein oder Ballaststoffen verändern sich dabei kaum. Je nach Intensität wird ein Teil des hitzeempfindlichen Vitamin B1 zerstört. Das ist unproblematisch, da viele andere Lebensmittel wie Getreideprodukte aus Vollkorn, Hülsenfrüchte und Fleisch Vitamin B1 enthalten. Beim starken Toasten können aber größere Mengen des möglicherweise Krebs erregenden Acrylamids entstehen.
Die vollständige Antwort finden Sie im Forum „Sie fragen – aid antwortet“.
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