O wie Oxalsäure
Ochratoxin A
Bei hoher Aufnahme über Jahre hinweg Nieren schädigendes und im Tierversuch Krebs erregendes Schimmelpilzgift (Mykotoxin), das von Arten der Pilzgattungen Aspergillus und Penicillium gebildet wird. Es kommt vorwiegend in Getreide, Kaffeebohnen, Nüssen, Sojabohnen, in ölhaltigen Samen, Wein und Bier vor. In Fleischerzeugnisse können Ochratoxine über verschimmeltes Futter gelangen. Ochratoxin A konnte bei verschiedenen repräsentativen Studien in Deutschland bei 50 bis 70 Prozent der Untersuchten im Blut in sehr niedrigen Konzentrationen nachgewiesen werden. Für Trockenobst insbesondere aus Trauben sowie für Getreide und Kaffee legen die EU-Kontaminantenverordnung 1881/2006 und die Mykotoxin-Höchstmengenverordnung Höchstgehalte an Ochratoxin fest. Das BVL fordert aufgrund der erneut festgestellten hohen OTA-Gehalte in Feigen, auch für dieses Lebensmittel einen Höchstwert festzusetzen.
Organochlorverbindungen
Auch als chlorierte Kohlenwasserstoffe bezeichnete Gruppe von Substanzen, die meist schwer abbaubar sind. Sie reichern sich in der Nahrungskette Pflanze – Tier – Mensch an, werden im Fettgewebe abgelagert und gehen auch in die Muttermilch über. In diese Gruppe gehören eine Reihe von Pflanzenschutzmitteln. Die Anwendung zahlreicher Organochlorverbindungen ist in der EU seit Jahren verboten oder zumindest sehr stark beschränkt. Dennoch sind einige der Wirkstoffe als Umweltkontaminanten weiterhin in Lebensmitteln nachweisbar. Aufgrund der Anwendungsverbote und -beschränkungen nehmen die Konzentrationen jedoch ab. Zu dieser Stoffgruppe gehören Perchlorethylen, Polychlorierte Biphenyle, DDT, Dioxine und Furane sowie Lindan.
Oxalsäure
Oxalsäure und ihre Salze, die Oxalate, sind natürlicher Bestandteil zahlreicher Pflanzen. Besonders große Mengen enthalten Spinat, Mangold, Rhabarber und Rote Bete. Unerwünschte Wirkung auf den Menschen haben die freie Oxalsäure und leicht lösliche Oxalate: Sie bilden mit Calcium aus der Nahrung unlösliche Salze – der Mineralstoff kann damit nicht mehr vom Körper aufgenommen werden. Unter Umständen wird auch körpereigenes Calcium gebunden und in Form von Calcium-Oxalat ausgeschieden. Höhere Oxalsäurekonzentrationen sind auch deswegen unerwünscht, weil sie bei entsprechender Veranlagung zur Bildung von Nierensteinen führen können. Diese so genannten Oxalatsteine machen den überwiegenden Teil der Nierensteine aus. Akute Vergiftungen durch Oxalsäure über pflanzliche Nahrungsmittel sind nicht zu befürchten.
Stand: 01.02.2010